Zertifikatskurs: PTA im Krankenhaus

Kürzlich trafen sich die Teilnehmer des Zertifikatskurses „PTA im Krankenhaus“ in Hamburg. Zu Beginn der Veranstaltung erklärte Referentin Anja Keck, warum kommunikative Fähigkeiten im Krankenhaus wichtig sind.

von Kirsten Bechtold
29.09.2026

Hände in Handschuhen
© Foto: Madlen Righi
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  • Das Präsenzseminar im Zertifikatskurs „PTA im Krankenhaus“ fokussierte sich auf Kommunikation.
  • Referentin Anja Keck trainierte Lösungsansätze für schwierige Gespräche im Klinikalltag.
  • Zudem standen Hygiene und Medizinprodukte auf der Agenda der Fortbildung.

Das dreitägige Treffen in Hamburg war die erste Präsenzveranstaltung des aktuellen sechsten Zertifikatskurses „PTA im Krankenhaus (ADKA)“. Aus bekannten Gesichtern vom Bildschirm wurden erstmals echte Begegnungen.

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Den Auftakt der Veranstaltung bildete das Seminar „Kommunikation“, geleitet von Referentin Anja Keck. Die erfahrene Fachapothekerin für Allgemeinpharmazie berät und coacht seit über zehn Jahren Apothekenteams auch zu Kommunikationsfragen. Sie machte deutlich, dass Kommunikation das verbindende Element ist, das die verschiedenen Berufsgruppen im Krankenhaus zusammen-bringt. Allerdings sei eine gelingende Kommunikation oft eher die Ausnahme als die Regel. Das sollte anders sein: Denn aus Kecks Sicht gehört eine gelingende Kommunikation genauso essenziell zu einer sicheren Versorgung wie das Herstellen und Verabreichen von Arzneimitteln.

Schwierige Situationen entschärfen

Im Krankenhaus kommt es häufig zu ähnlichen Kommunikationssituationen, die zu Missverständnissen führen können. Was immer dabei ist, ist die Kommunikation zwischen den Berufsgruppen. Allerdings gibt es für schwierige Gesprächssituationen kein Schema F. Keck versucht daher in ihrem Kurs, die Teilnehmenden fit für eine umfassende Betrachtung zu machen. Was passiert gerade – mit mir, mit meinem Gegenüber, und wie sieht die Situation aus? Aus dieser Frage ergeben sich eine Fülle von Handlungsoptionen. Das könne ein „Game Changer“ sein, so die Referentin: „Unter Stress – und jeder, der schon mal vor einer eskalierenden Person stand, kann nachvollziehen, wie stressig Kommunikation sein kann – agieren wir spontan, meist nach alten Mustern und meist nicht gerade hilfreich.“ Mit der Fähigkeit, unterschiedliche Perspektiven einzunehmen und der Gewissheit, dass es unterschiedliche Herangehensweisen geben kann, bleiben wir viel ruhiger und finden so bessere Lösungen für die schwierige Gesprächssituation, betonte die Fachapothekerin.

Typische Kommunikationsfehler

Die meisten Kommunikationsfehler entstehen, wenn die eigene Haltung nicht klar vermittelt wird, erklärte Keck. Nicht bei allen, aber bei vielen ihrer Kursteilnehmer hört sie den Tenor: „Ich kann nichts ändern.“ Das kann Resignation sein nach dem Motto: „Ich werde sowieso nicht gehört“ oder falsche Bescheidenheit. Das führe zu einer „Kommunikation des Schweigens“, die wahrscheinlich keinem weiterhilft.

Aber was tun? Hier fordert Keck alle diejenigen auf, die die Fähigkeit haben, positiv zu kommunizieren, dies auch zu tun und ihr Licht nicht unter den Scheffel zu stellen. Sie ist der festen Überzeugung, dass solange Personen mit ihrer schlechten Laune die Stimmung eines ganzen Teams verderben können, auf der anderen Seite positiv kommunizierende Teammitglieder in der Lage sind, die Stimmung zum Guten zu wenden.

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