Fünf Tipps für einen gesunden Schlaf

Weder zu viel noch zu wenig Schlaf ist gesund. Wie die Schlafqualität optimiert werden kann, erklärt der Kardiologe Prof. Dr. Anil-Martin Sinha vom Wissenschaftlichen Beirat der Deutschen Herzstiftung.

von Kirsten Bechtold
13.07.2026

Junge Frau schläft im Bett. Gesunder zirkadianer Schlafrhythmus wird symbolisiert.
© Foto: New Africa / stock.adobe.com
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  • Zu kurzer (unter fünf Stunden) oder zu langer Schlaf (über neun Stunden) erhöhen das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
  • Eine feste Schlafroutine sowie eine kühle, dunkle Umgebung sind essenziell, um die Schlafqualität messbar zu verbessern.
  • Natürliche Schlafrituale und der Verzicht auf Blaulicht am Abend (z. B. Smartphone) können ein gesundes Einschlafen fördern.

Ein ungesundes Schlafverhalten bleibt nicht ohne Folgen für Herz und Kreislauf. Wer dauerhaft weniger als fünf Stunden schläft, hat ein signifikant höheres Risiko für Herzinfarkt und Herzschwäche. Auch bereits bestehende Erkrankungen wie die koronare Herzkrankheit oder das metabolische Syndrom können durch chronischen Schlafmangel beschleunigt werden.

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Auf der anderen Seite sind auch sehr lange Schlafzeiten von mehr als neun Stunden ungesund, da sie ebenfalls mit einem erhöhten Risiko für schwerwiegende Herz-Kreislauf-Komplikationen einhergehen.

Fünf Tipps für einen besseren Schlaf

Bestimmte Verhaltensweisen und Gewohnheiten können den natürlichen Schlaf-Wach-Rhythmus negativ beeinträchtigen – etwa Stress im Alltag, schwere Mahlzeiten am Abend oder ein generell ungesunder Lebensstil.

Wer schlecht ein- oder durchschläft, sollte abends daher nur leichte, proteinreiche Mahlzeiten zu sich nehmen und mindestens vier Stunden vor dem Zubettgehen auf koffeinhaltige Getränke verzichten, rät Sinha. Darüber hinaus helfen die folgenden fünf Tipps, um besser zu schlafen:

Tipp 1: Feste Schlaf- und Aufstehroutine

Gehen Sie nach Möglichkeit immer zur gleichen Zeit ins Bett und stehen Sie morgens zur selben Zeit auf. Die Einschlaf- und Aufstehzeiten sollten im Idealfall nicht um mehr als 30 Minuten variieren. Studienergebnisse deuten darauf hin, dass vor allem regelmäßige Zubettgehzeiten für die Herz-Kreislauf-Gesundheit bedeutsam sind – besonders dann, wenn die Schlafdauer generell eher knapp ausfällt.

Tipp 2: Angenehme Schlafumgebung

Das Schlafzimmer sollte kühl, ruhig und gut abgedunkelt sein. Ideal ist eine Raumtemperatur von etwa 18 Grad Celsius. Frische Luft vor dem Schlafengehen sorgt ebenfalls für guten Schlafen.

Tipp 3: Regelmäßige Schlafrituale

Rituale wie Atemübungen, das Hören ruhiger Musik oder kurze Meditationen helfen Körper und Geist dabei, zur Ruhe zu kommen und abends leichter einzuschlafen.

Tipp 4: Smartphone und Co. rechtzeitig ausschalten

Meiden Sie am späten Abend elektronische Geräte wie Computer, Smartphones oder Tablets. Die Blaulichtemissionen der Bildschirme hemmen die Ausschüttung von Schlafhormonen.

Tipp 5: Sport vor 18 Uhr

Regelmäßige Bewegung verbessert den Schlaf – allerdings nicht, wenn Sie sich zu spät anstrengen. Verlegen Sie intensive körperliche Aktivitäten daher am besten auf die Zeit vor 18 Uhr.

Quelle: Deutsche Herzstiftung e.V.

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