Grippesaison 2026/27: Diese Impfstoffe kommen zum Einsatz

Mit der 40. Kalenderwoche startet die Grippesaison: Influenza-A- und -B-Viren zirkulieren jetzt verstärkt. Wer sich rechtzeitig impfen lässt, ist beim Start der Grippewelle gut geschützt. Diese Impfstoffe gibt es für die Saison 2026/27.

von Kirsten Bechtold
02.10.2026

Ärztin klebt Seniorin ein Pflaster nach Impfung auf den linken Oberarm.
© Foto: Pixel-Shot / stock.adobe.com
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  • Die STIKO rät zur Grippeimpfung zwischen Oktober und Mitte Dezember, um zu Beginn der Grippewelle gut geschützt zu sein..
  • Für 2026/27 stehen acht neu zusammengesetzte Dreifachimpfstoffe bereit.
  • Für Schwangere, Senioren und Kinder gibt es neben den herkömmlichen Impfstoffen spezielle Alternativen.

Die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut rät, sich zwischen Oktober und Mitte Dezember impfen zu lassen – dann ist man zu Beginn der Grippewelle, die meist um den Jahreswechsel startet, gut geschützt. Bis der vollständige Impfschutz nach der Impfung aufgebaut ist, dauert es etwa zwei Wochen.

Aktueller Podcast

Seit der Grippesaison 2024/25 empfiehlt die STIKO wieder ausschließlich die Impfung mit einem Dreifachimpfstoff. Die seit 2018 verfügbaren Vierfachimpfstoffe enthielten ein zusätzliches Antigen gegen Influenza B Yamagata – da dieser Stamm jedoch nicht mehr natürlich zirkuliert, verzichtet man nun auf dieses Antigen.

Acht Impfstoffe für die Saison 2026/27

Nach den Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) haben die Hersteller die Grippeimpfstoffe für 2026/27 neu zusammengesetzt – alle drei enthaltenen Stämme wurden im Vergleich zur Vorsaison ausgetauscht. Insgesamt sind acht verschiedene Grippeimpfstoffe auf dem deutschen Markt, alle als Dreifachimpfstoffe.

Bei der Auslieferung gibt es 2026 Unterschiede:  Fluad und Flucelvax werden von CSL Seqirus bereits seit Wochen ausgeliefert, auch Efluelda hat die Apotheken erreicht. Bei Vaxigrip hingegen kommt es zu Verzögerungen.

Ab Säuglingsalter verimpfbar

Fünf hühnereibasierte bzw. zellkulturbasierte Standardimpfstoffe sind bereits ab sechs Monaten zugelassen:

Impfstoff Hersteller Basis
Influsplit 2026/27 GlaxoSmithKline Hühnerei
Influvac 2026/27 Viatris Healthcare Hühnerei
Vaxigrip 2026/27 Sanofi Winthrop Hühnerei
Xanaflu 2026/27 Viatris Healthcare Hühnerei
Flucelvax 2026/27 CSL Seqirus Säugetierzellen

Flucelvax wird unabhängig von Hühnereiern in Säugetierzellkulturen produziert. Da sich die Viren dabei nicht erst an einen Hühnerei-Wirt anpassen müssen, soll dies die Wirksamkeit verbessern.

FAQ Schutzimpfung gegen Influenza

Können sich Schwangere und Stillende impfen lassen? Was ist bei der Influenza-Impfung bei Kindern zu beachten, was bei Personen mit eingeschränkter Immunfunkiton? Was ist bei dem Influenza-Lebendimpfstoff (LAIV, Nasensprax) zu beachten? Antworten auf diese und weitere Fragen beantwortet die STIKO auf ihrer Homepage.

Schutz in der Schwangerschaft

Vaxigrip 2026/2027 bleibt der einzige Grippeimpfstoff, der explizit in der Schwangerschaft zugelassen ist.  Die Impfung schützt dabei aktiv die Schwangere und passiv das Baby durch maternale Antikörper nach der Geburt.

Wichtig für die Beratung: Auch die anderen Standardimpfstoffe dürfen laut Fachinformation während der Schwangerschaft angewendet werden – nur Vaxigrip verfügt über die ausdrückliche Zulassungserweiterung.

Für ältere Menschen

Für Personen ab 60 Jahren empfiehlt die STIKO einen wirkverstärkten Impfstoff, da das Immunsystem im Alter oft schwächer auf Impfungen reagiert:

  • Efluelda 2026/27 (Sanofi Winthrop) – hochdosierter Impfstoff, zugelassen ab 60 Jahren, mit der vierfachen Antigenmenge im Vergleich zu Standardimpfstoffen (60 µg statt 15 µg pro Antigen).
  • Fluad 2026/27 (CSL Seqirus) – adjuvantierter (MF59-wirkverstärkter) Impfstoff, zugelassen ab 50 Jahren.

Die STIKO rät älteren Menschen zur Hochdosis-Grippeimpfung oder – gleichwertig – zu einem adjuvantierten Grippeimpfstoff.

Impfung per Nasenspray

Fluenz 2026/27 (AstraZeneca) ist  der einzige Grippe-Lebendimpfstoff (LAIV) auf dem deutschen Markt und wird als Nasenspray verabreicht. Er ist zugelassen für Kinder und Jugendliche zwischen zwei und 17 Jahren. Das kann besonders bei ausgeprägter Spritzenangst eine gute Alternative zur Injektion sein.

Quelle: RKI, DAZ

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