HIV: Erstmals wieder mehr Infizierte

(kib) Heute am 1. Dezember ist Welt-Aids-Tag. Dass es wichtig ist, die Bevölkerung nach wie vor für das Thema zu sensibilisieren, zeigen die aktuellen Daten des Robert Koch-Instituts (RKI). Diesen zufolge ist die Zahl der HIV-Neuinfektionen in Deutschland im vergangenen Jahr erstmals wieder gestiegen.

01.12.2025

Frau im weißen T-Shirt im Anschnitt mit roter Schleife als Symbol für die Solidarität mit Menschen, die von HIV und Aids betroffen sind.
© Foto: Siam / stock.adobe.com
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Den aktuellen, im Epidemiologischen Bulletin veröffentlichten, Schätzungen des RKI zufolge gibt es einen moderaten, aber aus Sicht der Deutschen Aidshilfe ernstzunehmenden Anstieg bei den HIV-Infektionen in allen Gruppen. Insgesamt lebten bis Ende des vergangenen Jahres 97.700 Menschen mit einer HIV-Infektion in Deutschland. 

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Die Daten

Im Jahr 2024 infizierten sich 2.300 Menschen neu mit HIV. Das sind etwa 200 mehr als im Jahr zuvor. Schwule und bisexuelle Männer machen mit 1.300 Fällen (+100) etwas mehr als die Hälfte aus, heterosexuelle Übertragungen gab es in 590 Fällen (+45), 400 Übertragungen (+60) betrafen intravenös Drogen konsumierende Menschen.

Auch die Zahl der Menschen, die noch nichts von ihrer HIV-Infektion wissen, steigt wieder leicht: Heute wissen schätzungsweise 8.200 Menschen nicht, dass sie mit dem HII-Virus infiziert sind. Nur 92 Prozent der Menschen mit HIV in Deutschland haben bereits eine Diagnose. Zugleich wird ungefähr ein Drittel der HIV-Diagnosen erst gestellt, wenn das Immunsystem schon schwer geschädigt ist – oft wird gleichzeitig Aids diagnostiziert.

HIV-Infektionen, die von Menschen nicht deutscher Herkunft im Ausland erworben wurden, werden bei der Schätzung der HIV-Neuinfektionen in Deutschland nicht berücksichtigt. Sie gehen aber ein in die Schätzung der Gesamtzahl von Menschen, die mit HIV in Deutschland leben.

#HIV/Aids

Unter #HIV/Aids finden Sie alle zu diesem Thema in DAS PTA MAGAZIN erschienenen Artikel. 

Deutsche Aidshilfe fordert mehr Prävention

Als Reaktion auf die aktuellen Zahlen fordert die Deutsche Aidshilfe unter anderem, die Präventions- und Testangebote zu stärken. Besonders wichtig sei dabei, die HIV-PreP, ein medikamentöse Prophylaxe für Menschen mit erhöhtem Risiko, noch bekannter und leichter verfügbar zu machen.

Auch müsse die Drogenhilfe befähigt werden, ausreichend saubere Spritzen zur Verfügung zu stellen. Das sei das einfachste Mittel gegen Übertragungen von HIV und Hepatitis C-Infektionen.

Quelle: Deutsche Aidshilfe

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