Hojicha-Tee: Mild und schokoladig

Nach Matcha erobert nun Hojicha-Tee die sozialen Netzwerke. Die japanische Teespezialität wird als milde, schokoladige Alternative gefeiert, die selbst Kaffeeliebhaber überzeugt. Was versteckt sich hinter dem aktuellen Trend?

von Kirsten Bechtold
28.04.2026

Glas mit Hojicha-Tee, Chasen, Pulver und zwei Marshomallows
© Foto: Pixel-Shot / stock.adobe.com
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Was ist Hojicha?

Sowohl Matcha als auch Hojicha sind japanische Grünteesorten, die aus der Pflanze Camellia sinensis gewonnen werden. Der Name Hojicha bedeutet übersetzt schlicht „Rösttee“. Genau dieser Röstprozess verleiht ihm seine charakteristische rotbraune Farbe und das besondere Aroma: süßlich-karamellig mit markanten Röstnoten, die fast an Kaffee erinnern.

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Während für Matcha junge, beschattete Blätter verwendet werden, besteht Hojicha meist aus älteren Blättern und Stängeln der Teepflanze. Diese werden nach dem Dämpfen bei hohen Temperaturen geröstet, was die Gerbstoffe reduziert und den Geschmack abrundet.

Koffein und Inhaltsstoffe im Check

Ein entscheidender Vorteil für viele Genießer: Hojicha enthält deutlich weniger Koffein als Matcha. Das macht ihn zu einem idealen Getränk für den Nachmittag oder Abend.

„Im Vergleich zu Matcha-Tee enthält Hojicha-Tee weniger Koffein, allerdings auch weniger gesundheitsfördernde Pflanzenstoffe wie Polyphenole und Gerbstoffe“, erklärt Daniela Krehl, Ernährungsexpertin der Verbraucherzentrale Bayern.

Wichtig zu wissen: Die in sozialen Medien oft beworbenen „Detox-Effekte“ oder besonderen Wirkungen auf den Stoffwechsel sind wissenschaftlich bisher nicht belegt.

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Vielseitige Zubereitung als Pulver

Neben losem Blatttee ist Hojicha zunehmend als feines Pulver erhältlich, etwa für Latte-Getränke, Desserts oder Backwaren. Die einfache Handhabung sorgt für eine enorme Reichweite auf Plattformen wie Instagram und TikTok.

Verbraucherschützer raten beim Kauf auf die Qualität, zum Beispiel Bio, zu achten: Denn beim Pulver wird das gesamte Blattmaterial konsumiert. Mögliche Rückstände von Pflanzenschutzmitteln oder Verunreinigungen werden vollständig aufgenommen.

Quelle: Verbraucherzentrale Bayern

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