Modifizierte Mounjaro-Pens kommen auf den Markt

(kib) Nachdem es im vergangenen Jahr Berichte über Probleme bei der Dosisentnahme gegeben hat, bringt Lilly Deutschland nun modifizierte Modelle seines Mounjaro Kwikpens (Tirzepatid) auf den Markt. Das Restvolumen ist bei den neuen Pens nicht mehr sichtbar. Zunächst werden beide Modelle verfügbar sein.

26.01.2026

Frau hält Pen mit beiden Händen n die Kamera; Anschnittbild
© Foto: millaf (Nemchinova) / stock.adobe.com
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Im ursprünglichen Pen verblieb durch produktseitige Überfüllung mit Wirkstofflösung nach vier ordnungsgemäßen Entnahmen noch ein sichtbares Restvolumen. Dies erweckte bei einigen Patientinnen und Patienten den Eindruck, dass nach vier Anwendungen eine weitere (Rest-)Dosis verfügbar sei, die jedoch nicht appliziert werden kann. Berichten zufolge versuchten einige Anwendende, die verbliebene Restmenge mittels separater Spritze zu entnehmen. DAS PTA MAGAZIN berichtete.

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Nun informierte Hersteller Lilly Deutschland darüber, dass es technische Anpassungen gab, wodurch nach der letzten (vierten) Dosis kein sichtbares Restvolumen mehr im Pen verbleibt.

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Der als Twinkretin bezeichnete Wirkstoff Tirzepatid, der 2022 als Behandlungsoption für Typ-2-Diabetes mellitus zugelassen wurde, ist mittlerweile eine gefragte Abnehmspritze. Doch ein Jojo-Effekt nach dem Absetzen macht die erzielte Gewichtsreduktion zunichte.

Die ersten modifizierten Pens (Mounjaro Kwikpen 15mg/Quartalspackung) werden bereits ausgeliefert. Weitere Dosierstärken und Packungsgrößen folgen im Laufe des Jahres. Übergangsweise werden sowohl der ursprüngliche als auch der modifizierte Pen parallel auf dem Markt verfügbar sein, teilt Lilly Deutschland in einem über die Abda-Website veröffentlichten Schreiben mit.

Das müssen PTA wissen

Laut dem Schreiben des Pharmaunternehmens funktionieren beide Versionen identisch. Es sind weiterhin vier volle Dosen sowie Arzneimittel für die Entlüftung enthalten. Auch die Verpackung, die Pharmazentralnummer und der Preis bleiben unverändert. 

Neu ist: Durch die Verlängerung des Kolbens wird das Ende der Patrone nach Applikation der vierten und letzten Dosis erreicht. Es ist keine relevante Restmenge mehr enthalten.

Weisen Sie auch darauf hin, dass übermäßiges Entlüften zu einer Blockade des Pens vor der vierten (letzten) Injektion führen kann. Es sollten maximal acht Entlüftungsvorgänge sein.

Quelle: AMK, Abda, Lilly Deutschland

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