Sumatriptan: Neue Hinweise für Stillende

(cnie) Nehmen stillende Frauen Sumatriptan bei Migräne ein, sollten sie das Stillen für zwölf Stunden nach der Behandlung pausieren. Sumatriptan geht in die Muttermilch über.

29.07.2025

Baby beim Stillen an der Brust der Mutter
© Foto: Prostock-studio / stock.adobe.com (Symbolbild mit Fotomodellen)
Anzeige

Damit der Säugling das Sumatriptan nicht aufnimmt, sollte die abgepumpte Muttermilch in den zwölf Stunden nach der Einnahme des Triptans verworfen werden. 

Aktueller Podcast

Zwei Studien zur Stillzeit berichteten über durchschnittliche relative Säuglingsdosen von 3,5  beziehungsweise 1,8 Prozent (Bereich: 0,8 - 3,8 %). Die stillenden Frauen hatten vorher eine Einzeldosis von Sumatriptan entweder als Injektion (6 mg), als Nasenspray (20 mg) oder als Tablette (50 oder 100 mg) eingenommen.

Einige Stillende berichteten nach der Anwendung von Sumatriptan zudem über Brustschmerz und/oder Brustwarzenschmerz. Der Schmerz war in der Regel vorübergehend und verschwand innerhalb von drei bis zwölf Stunden. Auf der Grundlage von Studiendaten wird die Häufigkeit dieser Nebenwirkung als selten eingestuft (Inzidenz von 0,049 %).

Diese Hinweise müssen jetzt neu in den Fach- und Gebrauchsinformationen von Migränemedikamenten mit Sumatriptan ergänzt werden. 

Schwangerschaft: Medikamente – ja oder nein?

In der Schwangerschaft sind einige Arzneimittel kontraindiziert oder nur mit Vorsicht anzuwenden. Das erschwert Verordnung und Empfehlung. Für die Dosis gilt generell: so hoch wie nötig, so niedrig wie möglich. Unser Artikel hilft bei der Beratung von Schwangeren.

Quelle: BfArM

Kommentar schreiben

Die Meinung und Diskussion unserer Nutzer ist ausdrücklich erwünscht. Bitte achten Sie im Sinne einer angenehmen Kommunikation auf unsere Netiquette. Vielen Dank!

Pflichtfeld *