Sumatriptan: Neue Hinweise für Stillende
Damit der Säugling das Sumatriptan nicht aufnimmt, sollte die abgepumpte Muttermilch in den zwölf Stunden nach der Einnahme des Triptans verworfen werden.
Zwei Studien zur Stillzeit berichteten über durchschnittliche relative Säuglingsdosen von 3,5 beziehungsweise 1,8 Prozent (Bereich: 0,8 - 3,8 %). Die stillenden Frauen hatten vorher eine Einzeldosis von Sumatriptan entweder als Injektion (6 mg), als Nasenspray (20 mg) oder als Tablette (50 oder 100 mg) eingenommen.
Einige Stillende berichteten nach der Anwendung von Sumatriptan zudem über Brustschmerz und/oder Brustwarzenschmerz. Der Schmerz war in der Regel vorübergehend und verschwand innerhalb von drei bis zwölf Stunden. Auf der Grundlage von Studiendaten wird die Häufigkeit dieser Nebenwirkung als selten eingestuft (Inzidenz von 0,049 %).
Diese Hinweise müssen jetzt neu in den Fach- und Gebrauchsinformationen von Migränemedikamenten mit Sumatriptan ergänzt werden.
Schwangerschaft: Medikamente – ja oder nein?
In der Schwangerschaft sind einige Arzneimittel kontraindiziert oder nur mit Vorsicht anzuwenden. Das erschwert Verordnung und Empfehlung. Für die Dosis gilt generell: so hoch wie nötig, so niedrig wie möglich. Unser Artikel hilft bei der Beratung von Schwangeren.
Quelle: BfArM