Tipps für ein rückenfreundliches Zuhause

(kib) Rückenbelastende Fallen lauern nicht nur am Schreibtisch. Der Alltag ist voll davon. Daher sollte, wer rückenfreundliche leben will, auch sein Zuhause ergonomisch gestalten. Kleine Kniffe und ein persönlicher „Belastungscheck“ helfen dabei.

08.01.2026

Mann zieht im Flur auf einem Bein stehend einen Schuh an.
© Foto: Victor zastol'skiy / stock.adobe.com
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„Wir unterschätzen, wie sehr uns scheinbar harmlose Alltagsroutinen belasten können“, erklärt Detlef Detjen, Geschäftsführer der Aktion Gesunder Rücken e. V. in einer Pressemitteilung. 

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Kleine Tricks mit Wirkung

Der Klassiker im Flur: Ob im Stehen mit wackeligem Gleichgewicht oder in der Hocke mit belasteten Knien – die gängigen Methoden, Schuhe anzuziehen, sind im Alltag oft unnötig anstrengend und unsicher.

Stattdessen empfiehlt sich ein kleiner Tritt oder eine stabile Sitzgelegenheit im Flur für einen sicheren und rückenfreundlichen Stand.

Die Waschmaschine sollte möglichst erhöht stehen, um unnötiges Bücken zu vermeiden, besonders bei großen Wäschemengen.

In der Küche sollte die Arbeitshöhe an die Körpergröße angepasst werden. Als Faustregel gilt: Abstand vom Boden bis zur Ellenbogenunterkante minus zehn bis 15 Zentimeter. Bei bestehenden Küchen können ein höherer Tresen oder Stehtisch sowie eine kleine Fußstütze wertvolle Dienste leisten.

Heimliche Hochrisikozonen

Am Esstisch sitzen viele länger als gedacht – beim Lesen, Arbeiten oder Spielen. Bewegliche Stühle, die dynamisches Sitzen erlauben, unterstützen die Muskulatur und fördern wichtige Haltungswechsel.

Auf dem Sofa darf auch mal gelümmelt werden – aber bitte nicht stundenlang: Kurze Bewegungspausen beugen Verspannungen vor.

Im Schlaf- und Kinderzimmer unterstützt ein gutes Bett den Rücken. „Die Matratze sollte alle acht bis zehn Jahre ausgetauscht werden“, rät Detjen.

Im Badezimmer sind rutschfeste Matten und stabile Einstiegshilfen und Haltegriffe an der Badewanne wichtige Rückenschutzmaßnahmen.

Kleiner Ergo-Tipp im Bad: Zähneputzen auf einem Bein trainiert das Gleichgewicht, beugt Stürzen vor und verbessert die Fuß- und Gelenkfunktion.

Gartenfreude statt -stress

Nicht zu vergessen: Garten und Balkon. Hier ermöglichen rückenfreundliche Gartengeräte und Hochbeete das Arbeiten in aufrechter Haltung.

Wo beginnen?

Detjen rät zu einem persönlichen Belastungscheck: „Fragen Sie sich: Was mache ich besonders oft und lange? Dort sollten Sie ansetzen.“

Für Menschen, die täglich für die Familie kochen, hat die richtige Arbeitshöhe in der Küche einen weit höheren Stellenwert als für Kantinen-Nutzer. Wer dagegen viel unterwegs ist und sich abends gerne auf dem Sofa erholt, benötigt eher komfortable, ergonomische Sitzmöglichkeiten.

Quelle: Aktion Gesunder Rücken e. V.

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