Steckbrief Zink

In der kühleren Jahreszeit steigt erfahrungsgemäß die Zahl der Kunden, die ihre Abwehrkräfte unterstützen möchten. Ein Mineralstoff, der in diesem Zusammenhang häufig in den Fokus rückt, ist Zink. Was Sie in Kürze über ihn wissen müssen, haben wir an dieser Stelle für Sie zusammengefasst.

von Kirsten Bechtold
13.09.2022

Verschiedene Nüsse und ein Minzblatt
© Foto: photocrew / stock.adobe.com
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  • Das Spurenelement Zink beeinflusst Zellwachstum, Wundheilung, Immunabwehr und Fortpflanzungsfähigkeit.
  • Als Bestandteil zahlreicher Enzyme und Proteine ist Zink für viele Stoffwechselreaktionen unverzichtbar.
  • Gute Lieferanten sind Rind- und Schweinefleisch, Käse, Milch, Eier, Nüsse, Weizen- oder Roggenkeimlinge.
  • Diabetiker, chron. Magen-Darm-Kranke, und Veganer profitieren möglicherweise von einer Supplementation.

Funktionen

  • Bestandteil zahlreicher Enzyme und Proteine
  • wichtige Rolle innerhalb des Protein-, Kohlenhydrat-, Fett- und Nukleinsäurestoffwechsels
  • wichtig für den Aufbau von Hormonen und Rezeptoren
  • wird zur Speicherung von Insulin benötigt
  • trägt zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei
  • fördert die Produktion und Reifung von Spermien in den Hoden

 

Mangelsymptome

  • Geruchs- und Geschmacksstörungen
  • Appetitlosigkeit
  • gestörten Immunfunktion
  • Haarverlust
  • Dermatitis
  • chronischer Durchfall

 

Risikogruppen

  • Menschen mit Lebererkrankungen, chronischen Magen-Darm-Erkrankungen, Diabetes mellitus, Schilddrüsenunterfunktion
  • Alkoholiker
  • ältere Menschen, die insgesamt zu wenig (hypokalorisch) essen
  • Veganer / Vegetarier
  • Leistungssportler

 

Zufuhrempfehlungen

  • abhängig von der Höhe der Phytatzufuhr
  • Frauen ab 19 Jahre: täglich 7 mg (niedrig), 8 mg (mittel) oder 10 mg (hoch).
  • Männer ab 19 Jahre: täglich 11, 14 oder 16 Milligramm

 

Lebensmittel

  • Rind- und Schweinefleisch
  • Käse, Milch
  • Eier.
  • Nüsse (z. B. Cashew-, Pekannüsse)
  • Weizen- oder Roggenkeimlinge
  • Vollkornprodukte

 

Nahrungsergänzungsmittel

  • bei unausgewogener Ernährung
  • bei diagnostiziertem Mangel
  • langfristig bei Dosierung über 50 mg/d Wechselwirkungen mit anderen Metallen (z. B. Kupfer / Folge z. B. Blutarmut) möglich
  • tolerierbare Gesamtzufuhrmenge für Zink (EFSA): 25 mg/d

 

OTC-Präparate (Beispiele)

  • Biolectra® Zink Lutschtabletten
  • Curazink®
  • pure encapsulations® Zink 15
  • Unizink® 50

 

Zink und Krankheiten

  • Interventionsstudien in Entwicklungsländern mit 14 bis 40 mg Zink/d verringerten akute und chronische Durchfälle in Dauer und Schwere.
  • Hochdosis (80 mg Zinkoxid, entspr. 64 mg Zink) verlangsamt möglicherweise das Fortschreiten der altersabhängigen Makuladegeneration.
  • Hinweise, dass 75 mg Zink, täglich eingenommen während eines grippalen Infekts, die Dauer etwas verkürzen kann (bei Einnahme in den ersten 24 Stunden).
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