Blitzumfrage: Wollen PTA vertreten?

(cnie) Zwei Jahre berufsbegleitende Weiterqualifizierung für maximal 20 Tage pro Jahr Vertretungsbefugnis. Das ist der Vorschlag des Bundesgesundheitsministeriums, der derzeit in der Apothekenbranche diskutiert wird. DAS PTA MAGAZIN hat bei Ihnen nachgefragt, ob und unter welchen Voraussetzungen Sie bereit wären, sich weiterzubilden.

28.10.2025

Kreisdiagramm mit Umfrageergebnis (links) und junge Frau (rechts)
© Foto: [M] Drobot Dean/ stock.adobe.com (Symbolbild mit Fotomodell) via canva.com
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Eine Mehrheit der Befragten befürwortet die Pläne für mehr Kompetenzen der PTA. 71 Prozent der Umfrageteilnehmerinnen und -teilnehmer bejahen die Frage "Wären Sie bereit, eine zweijährige berufsbegleitende Weiterqualifizierung für die Vertretungsbefugnis zu absolvieren?"

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Mehr Verantwortung? Ja, aber ...

Gefragt nach den Voraussetzungen, die eine Weiterqualifizierung mit sich bringen müsste, antworteten fast alle (98 %) derjenigen, die einer Weiterqualifizierung positiv gegenüber stehen (n = 1.021), dass sich dies in einem höheren Gehalt widerspiegeln müsse. Etwas mehr als die Hälfte (55 %) wünscht sich regelmäßige Fortbildungen. Jeweils ein Drittel der Befürworterinnen und Befürworter der PTA-Vertretungsbefugnis wollen mehr Urlaubtage (35 %) und mehr Mitspracherecht bei Apothekenleitungsfragen (35 %). Mehrfachantworten waren möglich.

Darüber hinaus konnten die Teilnehmenden freie Antworten geben. Hier lässt sich ablesen, dass einige sich wünschen, dass das Gehalt nach der Weiterqualifizierung tariflich geregelt wird und dass die Fortbildungskosten übernommen werden sollen. 

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Eine berufsbegleitenden Weiterqualifizierung soll es PTA bald ermöglichen, die Apothekenleitung zeitlich begrenzt zu vertreten. Die Reaktionen darauf sind gemischt. DAS PTA MAGAZIN hat die unterschiedlichen Statements für Sie zusammengefasst.

Kritik: Zwei Jahre sind zu lang

Etwas weniger als ein Drittel der Befragten (29 %) schließt eine Weiterqualifizierung aus. Viele, die den Plänen ablehnend gegenüberstehen, kritisieren die geplante Länge der berufsbegleitenden Weiterqualifizierung:

Zwei Jahre finde ich zu lange, dafür das man ggf. maximal 20 Tage im Jahr vertreten darf.

Auch die Anpassung des Gehalts für die Vertretungsbefugnis ist noch nicht geklärt. Einige der Antwortenden befürchten, dass PTA zu günstigen Lückenfüllern in der Apotheke werden:

Weil von uns PTA immer nur gefordert wird. Alles neben der Arbeitszeit, in der Freizeit. Fortbildungen, Weiterbildungen ... Schlechte Bezahlung und geringes Ansehen. Billiger Ersatz möchte ich nicht sein.

Was die zweijährige Weiterqualifizierung konkret für PTA bedeuten kann, zeigt diese Antwort:

Das wären zwei Jahre, wo ich nicht mein volles Gehalt beziehen würde und somit nicht den Lebensstandard weiter führen könnte, den ich nun habe. Vollzeit arbeiten, sich abends noch Fortbildungen für die 100 Punkte anzuhören und zusätzlich noch eine Weiterqualifizierung zu absolvieren, ist einfach zu viel. Und das nur, damit man einen Chef vertreten kann für wahrscheinlich fast das gleiche Gehalt?

Und auch eine Pharmazieingenieurin macht sich sich in der anonymen Umfrage Luft. Sie kritisiert das unterschiedliche Gehalt von Approbierten und PI bei gleichen Aufgaben:

Ich bin Pharmazieingenieurin. Wir dürfen immer vertreten, am Gehalt hat sich seit der politischen Wende nichts getan, alles leere Worte, billige Apothekervertretung, teilweise sind die Apotheker nicht mehr in ihren Apotheken. Wir haben sogar ein Diplom erhalten, alles nichts genutzt. Gleiche Arbeit, aber weniger Gehalt.

An der anonymen Online-Umfrage von DAS PTA MAGAZIN haben sich im Oktober 2025 1.448 User beteiligt. 1.405 von ihnen gaben an, als PTA zu arbeiten. Der Rest (43) verteilt sich auf folgende Berufsgruppen:

  • Pharmazieingenieurin/-ingenieur
  • Apothekerin/Apotheker
  • PKA
  • PTA-Praktikantin/Praktikant
  • Pharmaziepraktikantin/-praktikant
  • Sonstige
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