PTA im Praktikum: K wie Kosmetik

Im Praktikum lernen angehende PTA den Berufsalltag kennen. Mit den Tipps in diesem Beitrag werden Sie fit in Sachen Dermokosmetik.

von Sarah Siegler
04.09.2026

PTA Sarah Siegler (links) bei der Hautanalyse
© Foto: Sarah Siegler
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  • Fundierte Kenntnisse über apothekenexklusive Dermokosmetika sind essenziell für eine kompetente Kundenberatung.
  • Professionelle Hautanalysen und gezielte Apotheken-Aktionen schaffen Vertrauen und fördern die Kundenbindung.
  • Regelmäßige Schulungen sowie ein gepflegtes Auftreten festigen Ihre Fachkompetenz während der PTA-Ausbildung.

Ein sorgfältig ausgewähltes Sortiment an apothekenexklusiven Dermokosmetika hilft dabei, Kundinnen und Kunden zu gewinnen und langfristig an die Apotheke zu binden. Voraussetzung dafür ist, dass das Apothekenteam die Produkte genau kennt und fachgerecht dazu beraten kann.  

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PTA im Praktikum

A wie Apothekenlabor
H wie Handverkauf
K wie Kosmetik
P wie Prüfungsvorbereitung
R wie Rezeptur
T wie Tagebuch
W wie Warenwirtschaft

Für Berufsanfängerinnen und -anfänger ist dies zu Beginn oft eine Herausforderung, vor allem, wenn mehr als drei Kosmetik-Vollsortimente an Lager sind. Der Arbeitsbogen 8 (Körperpflegemittel) aus der Richtlinie der Bundesapothekerkammer (BAK) zur Durchführung der praktischen Ausbildung zur/zum PTA bietet hierbei eine sehr gute Hilfestellung. Er erleichtert die Orientierung bei der Auswahl von Körperpflegemitteln und sorgt dafür, dass Sie im Beratungsgespräch einen kompetenten Eindruck hinterlassen. 

Um sich während des PTA-Praktikum schnell einen Überblick zu verschaffen und fit für die Kosmetikberatung zu werden, empfiehlt sich die folgende Vorgehensweise: 

Basiswissen aktivieren 

Rufen Sie sich Ihr Fachwissen zum Aufbau der Haut und zu häufigen Inhaltsstoffen von Kosmetika ins Gedächtnis, das Sie im Fach Körperpflegekunde gelernt haben. 

Produktlinien kennenlernen 

Nehmen Sie sich zunächst, soweit in der Apotheke vorhanden, eine pflanzenbasierte und eine herkömmliche dermokosmetische Produktlinie vor und informieren Sie sich im Detail über Inhaltsstoffe und Anwendungsmöglichkeiten. 

Hauttypen verstehen 

Sitzt das Wissen zu den Basisprodukten für fettige, trockene und Mischhaut, können Sie bereits die meisten Kundenwünsche souverän erfüllen. 

Wissen zur Spezialpflege aneignen 

Nach und nach sollten Sie sich auch mit Basispflegeprodukten für spezielle Hauterkrankungen wie Akne, Rosacea, Neurodermitis oder Psoriasis vertraut machen. 

Hautanalyse in der Apotheke 

Um den Hautzustand einer Kundin oder eines Kunden exakt zu erfassen, arbeiten viele Apotheken mit modernen Hautanalysegeräten. Damit lassen sich der Feuchtigkeits- und Fettgehalt der Haut messen, der Melaningehalt bestimmen sowie der Hautzustand per Kamera visuell analysieren. Damit Sie das Gerät richtig bedienen können, sollten Sie sich von einem erfahrenen Teammitglied in den Umgang einweisen lassen. 

Tragen Sie die ermittelten Werte nach der Hautanalyse in ein Beratungskärtchen ein, das Sie der Kundschaft mitgeben. Dort können Sie auch die empfohlenen Produkte zur Tages- und Nachtpflege, Spezialpflegeprodukte wie Masken oder Seren und die zum Hautzustand passenden Reinigungsprodukte notieren. Selbst wenn Ihre Kundschaft nach der Beratung nicht gleich alle von Ihnen empfohlenen Produkte kauft, mit dem Beratungskärtchen ebnen Sie den Weg für den späteren Nachkauf. 

Vier Schritte der Hautanalyse

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© Foto: DAS PTA MAGAZIN / Illustration: Matthias Emde

Apothekenexklusivität und Fachberatung 

Gelingt es Ihnen, im Beratungsgespräch die speziellen Bedürfnisse Ihres Gegenübers zu erkennen und Apothekenkosmetik zu empfehlen, die Hautprobleme spürbar lindert, gewinnen Sie schon im PTA-Praktikum treue Fans. 

Zufriedene Kosmetikkundinnen und -kunden werden schnell zu Stammkundinnen und -kunden, da viele der dermokosmetischen Produkte nur exklusiv in der Apotheke zu bekommen sind.  

Weder Drogerien noch Parfümerien bieten eine so kompetente, medizinisch fundierte Beratung wie Sie als PTA. Zwar gehören Hauterkrankungen primär in die Hände eines Dermatologen, das pharmazeutische Personal kann jedoch fachgerecht therapiebegleitende und vorbeugende Spezialkosmetika empfehlen. 

Kundenbindung durch Kosmetikaktionen 

Gepflegte Haut, Haare und Nägel strahlen kosmetische Kompetenz aus. Gezielte Kosmetikaktionen und Produktproben aus den dermokosmetischen Serien binden Kundinnen und Kunden effektiv an die Apotheke.  

Fragen Sie im Team nach, ob beispielsweise Schminkaktionen angeboten werden, und beteiligen Sie sich daran, um praktische Erfahrungen zu sammeln. In nur fünf Minuten lässt sich zum Beispiel ein einfaches Tages-Make-up zaubern, das die Kundin mit den erworbenen Produkten zu Hause leicht nachschminken kann. 

Ebenfalls beliebt ist die Haaranalyse, nach der individuell auf die Kopfhaut und Haarstruktur abgestimmt Shampoos und Pflegeprodukte empfohlen werden. Auch hier führen die bei solchen Aktionen überreichte Proben häufig zum späteren Kauf. 

Denken Sie daran, Kundinnen und Kunden, die höherpreisige Dermokosmetika erwerben, als kleine Aufmerksamkeit ein Geschenk oder eine hochwertige Probe der entsprechenden Marke mitzugeben. Das rundet das positive Einkaufserlebnis ab. 

Fortbildungen für PTA 

Um Ihr Fachwissen auszubauen, bieten die meisten Kosmetikhersteller Abendveranstaltungen und Webinare an, bei denen Sie neben Inhaltsstoffen und Wirkweisen die korrekte Handhabung der Produkte kennenlernen. Gleichzeitig klären sich dort typische Fragen aus dem Apothekenalltag: 

  • Wird eine mizellare Reinigungslösung mit oder ohne Wasser angewandt?
  • Lässt sich mit dem Augen-Make-up-Entferner auch wasserfestes Make-up entfernen?
  • Ist die Mascara für Kontaktlinsenträgerinnen geeignet? 

Desweiteren werden bei diesen Schulungen Produktneuheiten vorgestellt. Da die Hersteller ihre Kosmetiklinien ständig erweitern, bleiben Sie so immer auf dem neuesten Stand. Nichts ist unangenehmer, als wenn jemand ein neues Produkt aus Ihrem Sortiment verlangt und Sie noch Sie davon gehört haben. 

Oft erhalten Sie bei Kosmetikschulungen auch ein Produktmuster zum Testen, denn Probieren geht über Studieren. Kosmetik wird mit allen Sinnen wahrgenommen, Anwendung, Duft und Wirkung müssen überzeugen. Wenn Sie selbst von einem Produkt begeistert sind, können Sie authentischer beraten und leichter zum Kauf animieren. 

Gepflegte Haut, Haare und Hände zeigen kosmetische Kompetenz.
 

Das eigene Auftreten 

Last but not least: Ihr Erscheinungsbild hinterlässt bei der Kundschaft einen bleibenden Eindruck. Dafür ist kein aufwändiges Make-up nötig. Drei Dinge genügen völlig: ein möglichst klares Hautbild, gepflegte Haare und Hände. Schon dadurch werden Sie und die Apotheke als kompetente Anlaufstelle für Dermokosmetik wahrgenommen. 

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