Runder Tisch zur PTA-Weiterqualifizierung
- PTA-Schulen, BAK, DPhG, BVpta und der Deutsche Apotheker Verlag entwickelten auf Einladung von Adexa erstmals gemeinsam Eckpunkte für eine PTA-Weiterqualifizierung.
- Die künftige Weiterbildung soll modular, berufsbegleitend, bundesweit einheitlich und mit anerkanntem Abschluss gestaltet sein.
- Die BAK übernimmt die Federführung für den weiteren Prozess und bindet die Ergebnisse aus Hamburg in ihre eigene Arbeitsgruppe ein.
Die Vertreterinnen und Vertreter von PTA-Schulen, der Bundesapothekerkammer (BAK), der Deutschen Pharmazeutischen Gesellschaft (DPhG), des Bundesverbands Pharmazeutisch-technischer Assistent:innen (BVpta) und des Deutschen Apotheker Verlags trafen sich am 1. September auf Einladung der Apothekengewerkschaft Adexa in Hamburg zusammen. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie eine PTA-Weiterqualifizierung aussehen könnte, die echte berufliche und finanzielle Perspektiven eröffnet.
Große Einigkeit bei den Eckpunkten
Bereits in der ersten, konstruktiven Diskussionsrunde zeigte sich viel Übereinstimmung: Eine künftige Weiterqualifizierung sollte aus Sicht der Teilnehmenden:
- bundesweit einheitlich geregelt sein
- modular aufgebaut und berufsbegleitend absolvierbar sein
- mit einer verbindlichen Abschlussprüfung und einem bundesweit anerkannten Abschluss enden
- auf der bestehenden PTA-Ausbildung aufbauen, vorhandene Kompetenzen vertiefen und gezielt neue Kompetenzen vermitteln
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Die Mitgliederversammlung der Bundesapothekerkammer (BAK) hat am 12. Mai 2026 den Weg für eine einheitliche fachliche Weiterqualifizierung von Pharmazeutisch-technischen Assistenten (PTA) geebnet. Ziel ist die Erarbeitung eines verbindlichen Curriculums, um das Berufsbild zu stärken und die pharmazeutische Versorgung in öffentlichen Apotheken zukunftssicher aufzustellen.
Auch mögliche Inhalte und Zugangsvoraussetzungen wurden erstmals ergebnisoffen diskutiert. Dabei handelt es sich zunächst um Überlegungen, die im weiteren Prozess geprüft und konkretisiert werden müssen.
Weiterqualifizierung muss sich lohnen
Ein zentrales Thema war, unter welchen Voraussetzungen eine Weiterqualifizierung für PTA und Apotheken gleichermaßen attraktiv sein könnte – etwa durch Förder- und Unterstützungsangebote, damit die finanzielle Last nicht allein bei PTA oder ihren Arbeitgebern liegt. Zwei Fragen standen dabei im Vordergrund:
- Wie lässt sich eine PTA-Weiterbildung finanziell und zeitlich so gestalten, dass sie berufsbegleitend tatsächlich machbar ist?
- Welchen zusätzlichen Nutzen könnten entsprechend qualifizierte PTA für Apotheken bieten, der langfristig auch eine höhere Vergütung rechtfertigt?
Eine wichtige Perspektive brachten die teilnehmenden PTA-Schulen ein: Ihre Lehrkräfte kennen die Ausbildungsinhalte, die Startvoraussetzungen von PTA und wissen aus dem Unterrichtsalltag, wie PTA lernen. Ihr konzeptionelles Wissen lieferte wichtige Impulse für die Diskussion und dürfte auch für die weitere Ausgestaltung wertvoll sein.
Die BAK brachte ihrerseits die berufspolitische und rechtliche Perspektive ein und nahm zahlreiche Anregungen für die nächsten Schritte mit. Der Austausch machte deutlich, wie wichtig es für die weitere Konzeptentwicklung sein wird, die unterschiedlichen Perspektiven aller Beteiligten zusammenzuführen.
Hamburger Runde als Auftakt für den weiteren Prozess
Der Runde Tisch in Hamburg versteht sich als Auftakt und Impulsgeber für einen nun begonnenen Prozess. Die Bundesapothekerkammer übernimmt die weitere Federführung – sie hatte bereits im Frühjahr angekündigt, eine eigene Arbeitsgruppe zur PTA-Weiterqualifizierung einzurichten. Die Erkenntnisse aus dem Hamburger Treffen sollen einfließen, auch Vertreterinnen und Vertreter der Hamburger Runde werden weiter beteiligt sein. Die Teilnehmenden sehen darin eine gute Gelegenheit, insbesondere die praxisnahe fachliche und methodische Perspektive der PTA-Schulen in den weiteren, von der BAK koordinierten Prozess einzubringen.
„Der Runde Tisch hat gezeigt, wie viel Rückenwind es für eine PTA-Weiterqualifizierung gibt. Besonders erfreulich war, dass die Vorstellungen bei vielen grundlegenden Fragen bereits nah beieinanderlagen. Gleichzeitig stehen wir noch ganz am Anfang des Prozesses. Jetzt geht es darum, die gesammelten Ideen gemeinsam weiterzuentwickeln und zu prüfen, was sich davon sinnvoll umsetzen lässt. Wir freuen uns deshalb, dass die BAK den Dialog fortführen wird.", resümierte Adexa-Bundesvorstand Andreas May.
PTA Fort- und Weiterbildung: Was müssen PTA wissen?
Die Information und Beratung zu Medikamenten nimmt den größten Teil des Berufsalltags von PTA ein. Daher ist es wichtig, das pharmazeutische und medizinische Wissen stets aktuell zu halten. Darüber hinaus kann sich eine Investition von Zeit und Geld in die Fort- und Weiterbildung auch finanziell lohnen. Wir haben wichtige Aspekte zusammengestellt, die PTA wissen sollten.
Quelle: Adexa