Semaglutid: Zugelassen bei Fettlebererkrankung MASH

(kib) Das Inkretinmimetikum Semaglutid kann künftig unter bestimmten Voraussetzungen auch Patientinnen und Patienten mit schweren Fettlebererkrankungen wie MASH verordnet werden. Den Weg dafür machte die EU-Kommission Anfang April 2026 mit einer Zulassungserweiterung frei.

20.04.2026

Symbolbild für einen leberfeindlichen Ernährungs- und Lebensstil.
© Foto: airborne77 / stock.adobe.com
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Zulassungsinhaber Novo Nordisk möchte kein neues Arzneimittel auf den Markt bringen, sondern wird die neue Indikation als Label-Update für das bereits bekannte Medikament Wegovy beantragen.

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Zwei Wirkstoffe gegen MASH

Bereits im September 2025 hatte die EU-Kommission mit Resmetirom das erste Medikament zur Behandlung von Erwachsenen mit nicht-zirrhotischer MASH und moderater bis fortgeschrittener Leberfibrose (Fibrosestadien F2 bis F3) zugelassen.

Damit stehen nun Wirkstoffe für die Therapie von schweren Fettlebererkrankungen zur Verfügung, falls Lebensstiländerungen nicht ausreichen.

Letztere stehen bei Fettlebererkrankungen weiterhin an erster Stelle: Hierzu gehört insbesondere eine ausgewogene Ernährung, regelmäßige Bewegung und der konsequente Verzicht auf Alkohol.

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Wie wirkt Semaglutid bei MASH?

Das GLP-1-Analogon Semaglutid erzielt seine Wirkung bei MASH wahrscheinlich dadurch, dass es metabolische Faktoren positiv beeinflusst. Neben einer Unterstützung bei der Gewichtsreduktion verbessert es den Glukose- und Lipidstoffwechsel. Darüber hinaus deuten Studien darauf hin, dass der Wirkstoff Signalwege der Entzündung und Fibrose hemmt und Fettablagerungen in der Leber effektiv verringert.

Wie wird der Wirkstoff dosiert?

Um unerwünschte Wirkungen zu vermeiden, wird Semaglutid langsam aufdosiert. Eine Erhöhung der Dosis ist alle vier Wochen vorgesehen: von anfänglich 0,25 Milligramm über 0,5, 1,0 und 1,7 Milligramm bis hin zur Erhaltungsdosis von 2,4 Milligramm.

Das Medikament wird einmal wöchentlich unter die Haut gespritzt. Ein Pen enthält dabei vier Injektionen und reicht somit einen Monat.

Welche Nebenwirkungen gibt es?

Häufige Nebenwirkungen betreffen typischerweise den Gastrointestinaltrakt und Patientinnen und Patienten leiden besonders zu Therapiebeginn sehr häufig an Übelkeit, Durchfall, Verstopfung und Erbrechen.

 

Quelle: Deutsche Leberhilfe, Deutsche Apotheker Zeitung

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