PTA im Praktikum: P wie Prüfungsvorbereitung

Gegen Ende des Praktikums gilt es, sich auf die Abschlussprüfung vorzubereiten. Die folgenden Tipps sollen Ihnen dabei helfen, mit einem klaren Ziel vor Augen in den Prüfungstag zu starten: Sie bestehen die Abschlussprüfung mit Bravour!

von Sarah Siegler
08.09.2026

Ordner mit Lernmaterial
© Foto: Rieke Behning
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  • Strukturierte Vorbereitung durch Lernpläne, Karteikarten und Arbeitsbögen ist der Schlüssel zum Erfolg in der PTA-Abschlussprüfung.
  • Praktisches Wissen und Kenntnisse im Recherchieren sind für die Beratungssituation in der Apotheke entscheidend.
  • Ausreichend Erholung, professionelles Auftreten und bewährte Mittel gegen Lampenfieber sichern einen souveränen Prüfungstag.

Das Praktikumstagebuch, das während des halbjährigen Praktikums angefertigt wurde, ist abgegeben, und der Prüfungstermin für die 20 bis 30 Minuten dauernde, mündliche Abschlussprüfung im Fach Apothekenpraxis steht fest. 

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Doch keine Sorge: Wer im Praktikum in der Apotheke fleißig mitgearbeitet und gut aufgepasst hat, hat die Prüfung schon fast bestanden. Denn zu den Schwerpunkten gehören die Inhalte des Tagebuchs sowie apothekenspezifische und praktische Tätigkeiten aus dem Berufsalltag. 

Die Arbeitsbögen, die in der Richtlinie der Bundesapothekerkammer zur praktischen Ausbildung hinterlegt sind, erweisen sich hierbei als äußerst hilfreich. Werden diese während der Ausbildung gewissenhaft abgearbeitet und gesammelt, lassen sich viele Themen und Entscheidungen im Nachhinein hervorragend rekapitulieren. Die Arbeitsbögen dienen daher als ideale Vorbereitung für den zweiten Abschnitt der staatlichen PTA-Prüfung. 

Lernurlaub für die Vorbereitung der PTA-Prüfung einplanen 

Um sich gezielt auf die Prüfung vorbereiten zu können, bedarf es ein wenig Planung im Vorfeld. Denn neben 39 bis 40 Wochenarbeitsstunden bleiben zum Lernen nur der Feierabend oder das Wochenende übrig. Und beide werden dringend zur Erholung benötigt. Wenn Sie die Urlaubsplanung selbst gestalten können, ist es ratsam, dabei eine Woche Lernurlaub einzuplanen und sich diesen rechtzeitig von der Apothekenleitung genehmigen zu lassen. 

Lernplan erstellen: Wissen portionieren und festigen 

Zur gezielten Vorbereitung hilft ein strukturierter Lernplan. Darauf können Sie festhalten, welche Themen Sie bis zu welchem Zeitpunkt durchgearbeitet haben müssen und bis wann das Gelernte sitzen sollte. Setzen Sie sich für jeden Tag einen neuen Lernschwerpunkt. 

Nehmen Sie sich gleichzeitig vor, die Lerninhalte vom Vortag zu wiederholen, um Wissen fest zu verankern. Themen, die Sie dabei vollständig und sicher abrufen können, haken Sie auf dem Plan ab. Eine solche Übersicht schafft Struktur, Sie sehen genau, was Sie bereits beherrschen, wo Sie vielleicht noch Defizite haben und was noch ansteht. 

Arbeiten Sie sich in kleinen Häppchen durch diesen Plan. So bleibt Ihnen deutlich mehr Wissen im Gedächtnis, als bei dem Versuch, sich in kurzer Zeit alles auf einmal anzueignen. Neben Fachbüchern und -zeitschriften helfen auch die Beiträge auf Fachportalen bei den Prüfungsvorbereitungen.

Praxiswissen auf Karteikarten notieren und portioniert lernen.
 

Karteikarten nutzen 

Etwa zwei Monate (60 Tage) vor der Prüfung können Sie beginnen, Lerninhalte aus dem Fach Apothekenpraxis sowie Wichtiges aus dem Apothekenalltag auf Karteikarten zusammenfassen. Diese können Sie sich dann portionsweise nach Feierabend vornehmen. 

Prüfungsrelevantes: Praxiswissen statt Auswendiglernen  

Während der Prüfung wird vor allem Alltägliches aus der Apotheke abgefragt. Die Fragen können sich zum Beispiel auf eine konkrete Beratungssituation beziehen: Eine Mutter kommt mit einem Kind, das gerade von einer Wespe gestochen wurde, in die Apotheke. Die Prüfer und Prüferinnen möchten wissen, welche Fragen im Beratungsgespräch gestellt werden müssen, welche Medikamente abgegeben werden dürfen, wie diese ordnungsgemäß angewendet werden und wo Sie als PTA verlässliche Daten zur altersgerechten Dosierung einholen können. 

Sie müssen also nicht alles auswendig lernen. Viel wichtiger ist es zu wissen, wo und in welchen Fachmedien Sie schnell verlässliche Informationen abrufen können. Darüber hinaus sollten Sie in Beratungsgesprächen die Grenzen der Selbstmedikation aufzeigen können und wissen, was Sie bei der Abgabe von Gefahrstoffen, zum Beispiel Salzsäure, beachten und dokumentieren müssen. 

Tipps gegen Lampenfieber 

Machen Sie sich vor der anstehenden Prüfung nicht verrückt. Ein wenig Lampenfieber ist völlig normal und spornt sogar zu guten Leistungen an. Wenn Sie gut vorbereitet sind und kontinuierlich gelernt haben, haben Sie nichts zu befürchten. 

Fall Sie schon im Vorfeld so aufgeregt sind, dass Sie keinen Schlaf mehr finden, können Entspannungsübungen für den nötigen Ausgleich sorgen. Auch die Homöopathie und die Anthroposophie bieten Präparate, die nervenstärkend, unterstützend und ausgleichend in Prüfungssituationen wirken können. 

Das Schüßler-Salz Nr. 7 (Magnesium phosphoricum D6), am Abend als „heiße Sieben“ getrunken (zehn Tabletten in heißem Wasser aufgelöst) hilft beim Entspannen und Einschlafen. Bei Konzentrationsschwierigkeiten, Stress oder Erschöpfung kann etwa eine Mischung aus Aurum metallicum praeparatum D10, Kalium phosphoricum D6 und Ferrum-Quarz D2 eine Hilfe sein. Am Prüfungstag selbst haben sich beispielsweise Argentum Natrium D12 oder Bachblüten oft bewährt.

Phytopharmaka mit Extrakten aus Passionsblume, Lavendel oder Baldrian können innerer Unruhe und Anspannung bei Lampenfieber entgegenwirken.

Der große Tag: Die mündliche Abschlussprüfung 

Sorgen Sie dafür, dass Sie ausgeschlafen und vor allem pünktlich am Prüfungsort eintreffen. Ein leichtes Frühstück versorgt das Gehirn mit der notwendigen Energie für die anstrengende und aufregende Prüfungssituation. 

Selbstbewusstes und sicheres Auftreten erzeugt einen positiven Eindruck bei den Prüfer. Die richtige Kleiderwahl legt hierfür den Grundstein und rundet den positiven Gesamteindruck ab. Der Ausschnitt sollte nicht zu tief und der Rock nicht zu kurz gewählt werden. Achten Sie auf eine gebügelte Hose und ein knitterfreies Hemd oder eine ordentliche Bluse. Das Make-up sollte dezent und das Haar gepflegt frisiert sein und Ihre Fachkompetenz unterstreichen. 

Stellen Sie sich mit Vor- und Zunamen vor und erklären Sie kurz, in welcher Apotheke Sie Ihr Praktikum absolviert haben. Sobald Ihnen die erste Prüfungsfrage gestellt wird, atmen Sie kurz durch, denken nach und geben eine strukturierte Antwort. Ganz wichtig: Lassen Sie sich durch Nachfragen der Prüfungskommission nicht verunsichern! 

Feier im Team 

Ist die Prüfung geschafft, freut sich das Team aus der Apotheke über ein kleines Dankeschön. Zum Beispiel in Form von Sekt, mit oder ohne Alkohol, Saft und einem selbst gebackenen Kuchen. Schließlich haben Sie es auch dem Apothekenteam zu verdanken, dass Sie nun eine frischgebackene oder ein frischgebackener PTA sind. 

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